Die Anthotypie - Der Anfang der Fotografie


Wer das erste Mal über den Begriff Anthotypie stolpert, kann damit vermutlich gar nichts anfangen. Dabei erschließt sich – geht man auf die altgriechischen Wurzeln zurück – der Begriff eigentlich von selbst. Er setzt sich nämlich aus den Wortteilen Blüte und Abdruck zusammen.

Bei einer Anthotypie handelt es sich also um einen Blütenabdruck. Dahinter verbirgt sich ein fotografisches Edeldruckverfahren auf der Basis farblicher Veränderungen von Pflanzenfarbstoffen unter – zum Teil extrem langer – Lichteinwirkung. Wenn man alkoholische Auszügen von Anthocyanen enthaltenden Pflanzen – dazu gehören zum Beispiel Dahlien, Stiefmütterchen, Ringelblumen oder Chrysanthemen – auf Papier aufbringt und sehr lange, unter Umständen mehrere Wochen, unter einem Gegenstand oder einem Negativ belichtet, erhält man ein sogenanntes Fotogramm. An Stelle der alkoholischen Pflanzenauszügen können auch Farbstoffextrakte mit Wasser und Fruchtextrakten verwendet werden. Die Dauer der Belichtung ist je nach Sonneneinstrahlung und konkretem Farbstoff unterschiedlich.

Als wirksamster Bestandteil hat sich ultraviolettes Licht herauskristallisiert: Die Pflanzenfarbstoffe, die dem Licht ausgesetzt sind, bleichen aus, die lichtgeschützten Bereiche bleiben farbecht.

 

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Viel Spaß!